Sonntag, 13. Februar 2011

Inspiration

Letztens habe ich den Amelia-Schnitt abgepaust, war aber unsicher, ob ich das Ding wirklich nähen will - obwohl ich mal so was ähnliches hatte und sehr liebte, aber da war ich auch 13 Jahre jünger. Eben sah ich bei Lila-Lotta diese wunderbare Taschenlösung (?). Ich vermute doch mal stark, dass das Taschen sind. Jedenfalls sieht es cool aus, insbedsondere mit dem Zickzackband, dass ich sonst noch nirgendwo schick fand. Ich mag ja rund.

Diese Idee, muß ich mir einfach merken, deswegen die Fotos von Lila-Lotta nun hier.



Bildquelle: Bilder nicht von mir, sondern von Lila-Lotta. Danke für die Inspiration.

Dienstag, 8. Februar 2011

Warten

Das Buch "Neue Maschen - Handarbeit als Aktivismus" erscheint ja irgendwie doch erst später. Jetzt habe ich aber die Seite der Herausgeberinnen, des critical crafting circles gefunden, auf dem das Konzept des Buches steht. Spannend!

Montag, 7. Februar 2011

Ungebügelt und ungeliebt



Hier ist er, der türkise Langeneß. Wie in der Überschrift erwähnt, hat er sich noch nicht in mein Herz gemogelt. Seit Freitagabend ist er fertig und ich hatte ihn noch nicht an. Das gibts sonst eigentlich nicht. Dabei hatte ich mich so auf ihn gefreut, seit dem ich im Sommer (!) den Babycord auf dem Stoffmarkt kaufte.

Ich habe irgendwie Probleme mit dem "Flower of Hearts"-Stoff. Ich sollte mir wirklich merken, dass ich eine Stoff-Angucker-und-Betatscherin bin und nicht im Internet bestellen sollte, obwohl ich das Internet ansonsten liebe. Irgendwie mag ich ihn einfach nicht. Das ist wirklich sehr schade, denn eigentlich mag ich die Kombination von rot und türkis und ich dachte, dass es eben praktisch wäre nen Meter von dem Stoff und ein paar Meter Schrägband davon zu haben. Aber irgendwie mag ich es nicht.

Eigentlich sollte auch gar kein Schrägband unten ran. Zur Abwechslung wollte ich mal was anderes machen - und habe zu knapp zugeschnitten. Mist. Das war schon mal die erste Enttäuschung. Und dann wollte ich zur Abwechslung mal nix auf den Rock applizieren. Aber jetzt sieht er so nackig aus, so gewollt und nicht gekonnt. Aber ich mag einfach nicht mit dem o.G. Stoff applizieren und irgendwie schon gar kein Herz. Oder doch? Hat jemand vielleicht ne Idee?

Ich hatte schon überlegt, was mir gefallen könnte. Irgendwie habe ich die Idee eines kleinen Schriftzuges - aber keine Stickmaschine. Ob ich sticken lernen sollte? Nicht, dass mir gerade drei Wörter einfallen würden, die einen Sinn geben und schick aussehen würden. Und jetzt sagt nicht Flower of Hearts! Ich habe schon bei den Velours geschaut, aber ich habe nur Pilze in rot und Pilze sind irgendwie vorbei....

Ach, ich weiß auch nicht. Vielleicht sollte ich ihn erstmal bügeln und anziehen.

Achsoo und die Mütze. Nun, die ist auch irgendwie total bescheuert geworden. Das ärgert mich noch viel mehr, denn ich Naivchen habe dafür einen meiner absoluten Lieblingsstoffe angeschnitten, von dem jetzt nur noch ein Restchen übrig ist. Ich dachte, ich häkele mal ne rote Blume und dann wirds schon. Wurde es aber nicht. Mal schaun, ob ich mich traue davon ein Bild zu machen...

Schneehose, endlich!



Endlich ist die langversprochene Schneehose fertig. Und ich dachte, dass wäre ein schnell-schnell-Projekt, weil das Material sowieso herumliegt.

Der Hintergedanke: Schneehose zu klein, kein Flohmarkttermin in Sicht, kein reduziertes schickes Exemplar gefunden, ebay leergeräubert.

Die Idee: wenn ich schon ne Matschhose nähe, dann sollte sie länger angezogen werden. Und wenn der Junge keine Matschhosen mag, könnte es daran liegen, dass er keine LATZhosen mag.

Die Lösung: Der geliebte Pumphosenschnitt, die Kam Snaps und der olle Fleecerest.

Das Höschen war schnell genäht. Die Bänderauswahl fiel leicht, weil ich sonst keines vorrätig hatte, was jungsmäßig und lang genug war. Zunächst war ich etwas irritiert ob der Farbkombination grün/hellblau, dann sind mir die gestickten Lederflicken von Thobi von dem Bastelideen-Blog Bonbonwasser eingefallen, die sie mir im Tausch gegen Glitzerdinger geschenkt hat.

Die Probleme: An die Kam Snaps (die Druckknöpfe) traute ich mich - zu Recht- nicht heran. Man war das ne Fummelei! Ich hätte mir, bevor ich die Bündchen annähe, überlegen sollen, wie ich die Futterhose reinknöpfen will....

Die schlauen Ideen: dunkelblaue Snaps vorne, hellblaue hinten, damit auch ne Kindergartentante leicht sehen kann, wierum die Futterhosen eingeknöpft werden muß. Vorne ne Schlaufe für was-weiß-ich oder damit man sieht, dass da vorne ist. An den Taschen kann man es nicht erkennen, weil ich zwei Gleiche statt zwei verschiedene zugeschnitten habe...

Jetzt bin ich sehr gespannt, ob der Sohn diese Hose akzeptiert. Feige, wie ich bin, werde ich dieses Problem wohl an die Erzieherinnen delegieren. Es ist immer so enttäuschend, wenn er was genähtes ablehnt, obwohl das zum Glück wirklich selten vorkommt.

Das Gute an der Hose: ich muß jetzt nicht auf Schnee hoffen, sondern darf weiter vom Frühling träumen. Auch wenn die Snaps verdammt schwer auf und zu gehen. Man kann das Futter ja rausnehmen!

Samstag, 5. Februar 2011

Bewegung

Ich "stolpere" immer wieder über den DIY-Trend. Gestern sah der Gatte "buten und binnen" und dort wurde über eine spannende Doktorarbeit berichtet.





"Stricken, Sticken, Häkeln, Nähen – Handarbeiten sind essentieller Bestandteil des bürgerlichen Frauenideals im 19. Jahrhundert. Bärbel Ehrmann-Köpke macht unter Berücksichtigung vielfältiger Quellen wie Ego-Dokumenten, nicht-amtlichem Schriftgut von Schulen und Frauenvereinen aus den Hansestädten Hamburg, Bremen und Lübeck sowie einschlägiger Forschungsliteratur die Bedeutung von Handarbeiten für die Etablierung bürgerlicher Lebenswelten im 19. Jahrhundert sichtbar.Untersucht werden die im Leben bürgerlicher Mädchen und Frauen allgegenwärtigen weiblichen Arbeiten im Spannungsfeld von „demonstrativem Müßiggang“ und „rastloser Tätigkeit“. Häusliche Handarbeiten waren repräsentativer und distinktiver Ausdruck einer erreichten ökonomischen und gesellschaftlichen Stellung, zugleich aber oftmals Mittel zum Zuerwerb durch textile Heimarbeit. In der höheren Mädchenbildung hatte der Handarbeitsunterricht daher einen hohen Stellenwert und war fest verknüpft mit erzieherischen und disziplinierenden Bestrebungen, oftmals verbunden mit gesundheitlichen Schädigungen, die von Haltungsschäden über Kurzsichtigkeit bis zu Nervenerkrankungen reichten. Mit zunehmendem ehrenamtlichen Engagement bürgerlicher Frauen im 2Wohltätigkeitssektor eroberten Handarbeiten schließlich auch einen Platz im sozialen, außerhäuslichen Bereich."


Verlagstext, Zitat und Bild von neuebuecher.de


In einem Artikel über sie im Weser Kurier steht auch noch die Mailadresse. Vielleicht ergibt sich ja mal ein Interview. 



Und eben entdeckte ich noch ein spannendes Blog. Frau Rauschmittel schreibt über "Making Stuff oder KaufDichGlücklich".  Bin aber nicht tätowiert und werde auch weiterhin darauf verzichten. Trotzdem ein lesenswerter Artikel.


Nachtrag: Auszüge aus der o.g. Doktorarbeit kann man hier nachlesen. Inhaltsverzeichnis und Einführung. 

schnell, windschief und trotzdem geliebt



Letzten Sonntag ergab es sich im Gespräch mit dem Sohn, dass eine Krone etwas feines wäre. Also setzte sich Mama kurzentschlossen hin, und "rotzte" eine Krone zusammen. Total schief genäht, die Zacken nicht einheitlich, die Meisten noch nicht mal spitz und dann noch mit dem Garn, dessen Spule so gratig ist, dass es sich ständig verhakt. (1000 m, ich bin einfach zu geizig, es zu entsorgen). Endlich eine Verwendung für das 80er Schätzchen in Glitzer, dass mir meine Mutter übergab, damit es nun bei mir rumliegt.

Der Langeneß ist fertig, aber noch nicht fotografiert. Passend dazu habe ich freihand eine Baskenmütze genäht, die aber noch irgendwie verändert werden muß... Nähen ist irgendwie einfach, aber zeitnah zu fotografieren ist nicht so mein Ding.

Dienstag, 1. Februar 2011

Püsterchen?



Wie wohl dieses Ding heißen mag? Ich nenne es "Püster". Es ist höhenverstellbar und püstert Kreidepulver. Ich nutzte es, um die Rocklänge für meinen Rocksaum rundum zu markieren.

Weiß jemand, wie so nen Ding professionell genannt wird?

Ich mußte feststellen, dass ich nicht nur ziemlich dreidimensional bin, sondern auch hinten etwas mehr Rock brauche als vorne. Wenn ich einen Rock also streng nach Schnitt nähe, dann sieht er merkwürdig aus und ich zupfe immer herum, damit er weniger merkwürdig aussieht.

Deswegen der Püster. Damit kann man die Rocklänge rundum markieren und bekommt nen geraden Rocksaum trotz Dreidimensionalität. Und da wir so nen Ding freitags beim Nähen nutzen dürfen, ich sowas aber nicht zuhause habe (wieso auch, man kann es sowieso leichter zu zweit bedienen), ist der andere Langeneß noch nicht fertig. Egal, dann eben am Freitag und aus dem Rest Cord noch ne Mütze?