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Freitag, 13. Mai 2011

Rock oder Hose



Den Themenabend "Rock oder Hose" sah ich, als ich an der Hose für den Kleinen bastelte und anschließend endlich mal die Nähmaschine sauber machte. Mir war nicht so bewußt, dass Rock tragen feministisch sein könnte, obwohl ich eigentlich seit Jahren nichts anderes - allerdings in anderen Worten - behaupte. Was mir vor allen Dingen zu Denken gab, waren die Beiträge über junge Mädchen, die sich nicht trauen Röcke zu tragen, weil die sie umgebenen Jungmännchen unflätig darauf reagieren. Und dass das dann auch noch was mit Zuwanderung zutun hat, was man aber irgendwie auch nicht aussprechen darf, fand ich schon sehr interessant. Danke für den Tipp, Frau Michou loves vintage*

Diese Hose hatte ich letztes Jahr in Größe 80 genäht. Sie war eine Probehose, ein Testobjekt, was aber für Begeisterung bei meinem Sohn und den Spielplatzmuddis sorgte. Nachdem meine Nähfreundinnen alle wunderschöne Blümchenpumphosen für ihre Töchter in Serie nähten, war ich neidisch und versuchte mal ein Jungsmodell. Zunächst war ich skeptisch, aber sie ist wirklich toll und ich bin froh, dass ich sie in die nächste Größe rüberretten konnte. Jetzt trägt er mindestens 92, also mußte ich noch mal ran. Ich finde es zucker und freue mich schon auf die Anprobe.




Und nein, mein Kind hat nicht zwei unterschiedlich lange Beine. Ich wollte nur zeigen, dass man jetzt erstmal das Bündchen noch krempeln kann und dann die Hose hoffentlich noch lange passt.

Der Pumphosenschnitt ist mein Lieblingsschnittmuster und hat deswegen auch ein eigenes Label, unter dem ihr alle bisherigen Hosen nach dem Schnitt findet. Aber nachdem ich jetzt auch noch meine Jeans flickte, habe ich alle vernünftigen Sachen erledigt und sollte mal wieder an mein grünes Kleid. Nur heute bin ich leider viel zu müde.

Und sonst so?

Doof, dass Blogger zickte und mein letzter Beitrag weg ist!

Habt ihr diese Flip-Flop-Strapse gesehen? Muß ich machen!

* Leider kann ich bei Michou nicht kommentieren. Keine Ahnung, was der Trick ist. Nur mal so am Rande.

Montag, 21. Februar 2011

Nähen fürs Kind



Ein paar Kleinigkeiten sind noch Nebenbei in den letzten Wochen entstanden und sind jetzt endlich fotografiert.

Schon ewig lag dieser "Längsgeteilt"-Nicky-Pullover aus dänischen Stöffchen von Stoff und Stil. Der Halsausschnitt war zu klein, als ich ihn aus Nicky nähte und die Bünchenware, die ich fand, passte immer nur so halb dazu. Ich habe dann mit dann doch irgendwann ein Herz gefasst, zur Schere gegriffen, altes Bündchen ab und Neues dran und seit dem wird der Pullover (trotz Flecken, wie man sieht) nur noch selten ausgezogen.

An Fastnacht gehen der Kleine und sein bester Kumpel als Feuerwehrmänner. Dazu kauften wir schwedische Shirts, ich häkelte zwei Feuerwehrautos nach dem Vorbild von Frau Ramtamtam. Auf den Rücken der Shirts kommt 112 (ja, bisher nur aufgebügelt, muß noch appliziert werden) und an die Jeanshosenbeine links und rechts zwei Reflektoren aus dem Fahrradfachhandel. Feuerwehrhelme haben sie schon und nen Stückchen Schlauch bekommen wir vielleicht aus dem Baumarkt oder von Opa. Voillá.




Eigentlich ist das ganz süß mit dem Auto aufm Shirt. Ich dachte erst, dass das zu doof wäre, mit so nem dicken Ding aufm dünnen T-Shirt und war immer auf der Suche nach nem "mittlerem" Pullunder - schließlich habe ich noch nen Krankenwagen und nen Postauto fertig.

Montag, 7. Februar 2011

Schneehose, endlich!



Endlich ist die langversprochene Schneehose fertig. Und ich dachte, dass wäre ein schnell-schnell-Projekt, weil das Material sowieso herumliegt.

Der Hintergedanke: Schneehose zu klein, kein Flohmarkttermin in Sicht, kein reduziertes schickes Exemplar gefunden, ebay leergeräubert.

Die Idee: wenn ich schon ne Matschhose nähe, dann sollte sie länger angezogen werden. Und wenn der Junge keine Matschhosen mag, könnte es daran liegen, dass er keine LATZhosen mag.

Die Lösung: Der geliebte Pumphosenschnitt, die Kam Snaps und der olle Fleecerest.

Das Höschen war schnell genäht. Die Bänderauswahl fiel leicht, weil ich sonst keines vorrätig hatte, was jungsmäßig und lang genug war. Zunächst war ich etwas irritiert ob der Farbkombination grün/hellblau, dann sind mir die gestickten Lederflicken von Thobi von dem Bastelideen-Blog Bonbonwasser eingefallen, die sie mir im Tausch gegen Glitzerdinger geschenkt hat.

Die Probleme: An die Kam Snaps (die Druckknöpfe) traute ich mich - zu Recht- nicht heran. Man war das ne Fummelei! Ich hätte mir, bevor ich die Bündchen annähe, überlegen sollen, wie ich die Futterhose reinknöpfen will....

Die schlauen Ideen: dunkelblaue Snaps vorne, hellblaue hinten, damit auch ne Kindergartentante leicht sehen kann, wierum die Futterhosen eingeknöpft werden muß. Vorne ne Schlaufe für was-weiß-ich oder damit man sieht, dass da vorne ist. An den Taschen kann man es nicht erkennen, weil ich zwei Gleiche statt zwei verschiedene zugeschnitten habe...

Jetzt bin ich sehr gespannt, ob der Sohn diese Hose akzeptiert. Feige, wie ich bin, werde ich dieses Problem wohl an die Erzieherinnen delegieren. Es ist immer so enttäuschend, wenn er was genähtes ablehnt, obwohl das zum Glück wirklich selten vorkommt.

Das Gute an der Hose: ich muß jetzt nicht auf Schnee hoffen, sondern darf weiter vom Frühling träumen. Auch wenn die Snaps verdammt schwer auf und zu gehen. Man kann das Futter ja rausnehmen!

Samstag, 5. Februar 2011

schnell, windschief und trotzdem geliebt



Letzten Sonntag ergab es sich im Gespräch mit dem Sohn, dass eine Krone etwas feines wäre. Also setzte sich Mama kurzentschlossen hin, und "rotzte" eine Krone zusammen. Total schief genäht, die Zacken nicht einheitlich, die Meisten noch nicht mal spitz und dann noch mit dem Garn, dessen Spule so gratig ist, dass es sich ständig verhakt. (1000 m, ich bin einfach zu geizig, es zu entsorgen). Endlich eine Verwendung für das 80er Schätzchen in Glitzer, dass mir meine Mutter übergab, damit es nun bei mir rumliegt.

Der Langeneß ist fertig, aber noch nicht fotografiert. Passend dazu habe ich freihand eine Baskenmütze genäht, die aber noch irgendwie verändert werden muß... Nähen ist irgendwie einfach, aber zeitnah zu fotografieren ist nicht so mein Ding.

Dienstag, 23. November 2010

Pixibuchhüllen












So, da sind die Fotos von Sonntag abend. Zwei Pixibuchhüllen für kleine Mädchen. Als Jungsmutter mußte ich im Lager schon ein bißchen suchen, welcher Stoff für Mädchen geeignet wäre. Ich beherrsche mich ja stets bei allzu Mädchenhaftem Witzigerweise habe ich als Überraschungstütchen bei der Farbenmixbestellung lauter Prinzessinenkram bekommen. Aber dazu hatte ich wirklich keinen passenden Stoff.

Ist wohl Übung, die Dinger schön gerade hin zu bekommen. Irgendwie werden sie bei mir krumm und schief und die Ecken, naja... Aber die Kinder stört es ja nicht und ich mag es ja auch gerne handmade-shabby. Aber wenn man es fotografiert, fällt es schon auf.

Bisher hatte ich zwei Hüllen genäht. Der Prototyp wurde unfotografiert verschenkt und die andere bekam der kleine zum Geburtstag. Die Idee mit dem Klettband kam spontan. Ich hatte keine Druckknöpfe und als ich mal einen "Notizblock-To-go" als Prototyp nähte, sah der Verschluß mit Druckknopf ohnehin schrabbelig aus. Außerdem dachte ich, dass das auf diese Art und Weise für Zweijährige besser zu handhaben ist. Ist es. Auch wenn es nicht ganz so hübsch ist, wie andere Pixibuchhüllen, die ich im Netz überall sah.














Stoffe: Pünktchen, Jeans und Sternchen vom Stoffmarkt, Kokka-Stoff mit Schiffen von Frau Tulpe, Streublümchen von Stoff und Stil
Schnitt: Anleitung für Pixibuchhüllen von Nalevs Welt
Bänder: Farbenmix

Sonntag, 7. November 2010

Walfischhose


, ursprünglich hochgeladen von Liebchen-Hamburg
Eben entdeckte ich durch Zufall, dass der Gatte ein Foto von der neuen Cord-Pumphose geknipst hat. Zack den Kopf ab - ich bin ja gegen Kinderfotos im Internet - und schon kann ich sie euch präsentieren.

Das ist jetzt Pumphose Nr. 3. Am Freitag beim Nähen, nähten 3 der 5 anwesenden Frauen eine Pumphose nach diesem Schnitt. Alles Wiederholungstäterinnen!

Sie ist noch ein wenig groß, aber ich finde sie trotzdem schick. Den Cord habe ich falsch rum, also waagrecht verarbeitet (nur die Taschen sind senkrecht und mit Schrägband eingefasst). Das Walfischband macht sie zur begehrten Walfisch-Hose, denn das ist das derzeitig Lieblingstier und Lieblingsspielzeug. In den großen Taschen kann man Walfische verstecken. Den Nickypulli habe ich im Urlaub in Dänemark genäht und wohl schon mal ohne Inhalt gezeigt.

Bei uns gibts jetzt alles in und mit türkis oder zu türkis passend, seit dem der Kleine immer öfter darauf besteht, selbst auszuwählen, was er anhat. Außerdem ist es wichtig, dass das Kleidungsstück nen Namen hat, den man lautstark einfordern kann. Die Pilotenjacke, das Zwergen-T-Shirt, der Autopulli und jetzt eben die Walfischhose.

Eben habe ich noch nen Längsgeteilt-Nickypulli genäht und mich geärgert, weil das Ding total schief zugeschnitten war. Das ist besonders bei Streifen ärgerlich. Wie konnte das passieren? Bin gespannt, wie er angezogen aussieht. Obs wohl trotzdem geht? Foto folgt.

Ich lieeebe Nicky, auch wenn der die Maschine so verschmutzt (war gestern schon wieder im Nähmaschinenhaus weil nix mehr ging und der nette Herr hat nur sauber gemacht und geölt - peinlich) Miss Margerite hat nen Nicky-Kleid geplant. Ich bin ja sowas von neugierig drauf. Und jetzt, wo ich ENDLICH Stiefel (mit weitem Schaft) habe, könnte ich ja auch mal nen Kleidchen für mich nähen. Obwohl mich die langen Bahnen wahrscheinlich umbringen würden. Ich weiß schon, wieso viele so gerne für Kinder nähen. Ratzfatz ist so nen Pullichen fertig.

Hosenschnitt: Minikrea
Cord: Stoff und Stil
Webband vom retrodepot
Nicky von der Glücksmarie
Pulli-Schnitt: Imke aus dem Farbenmix-Buch

Sonntag, 31. Oktober 2010

Längsgeteilt längst fertig


, ursprünglich hochgeladen von Liebchen-Hamburg
Freitag abend habe ich diesen Längsgeteilt-Nicky-Pulli für den Kleinen genäht. So liebe ich Liebchen! Schnell zugeschnitten, schnell genäht. Ein Projekt pro Abend und immer noch nicht müde. Das ist toll.

Der Stoff ist übrigens schokobraun mit türkis. In echt viel schöner als auf dem Foto.

Ich weiß gar nicht, warum ich so lange um diesen wirklich tollen Schnitt rumgeschlichen bin. Vorhin habe ich gleich noch einen Nickypulli so zugeschnitten. Man muß nur aufpassen, dass man die richtige Schulternähte schließt und dann ist das Ding ratzfatz fertig. (Natürlich hatte ich nicht die richtigen und frimelte dann ewig an diesen Pseudo-Overlock-Nähten herum...arrrgs).

Nächste Projekte: ein lila/türkiser Längsgeteilt-Nicky, eine Cord-Pumphose für den Kleinen und dann Pellworm für mich. Falls nix dazwischen kommt.

Schnitt: Längsgeteilt-E-Book von Farbenmix
Stoff: alle 3 Nickys sowie die Bündchen von retrodepot

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Natürlich gibt es Fotos...


, ursprünglich hochgeladen von Liebchen-Hamburg
... die ich vergesse zu bloggen, obwohl ich sie gemacht habe. Extra für Euch! Und das schon zu Zeiten, als man noch in Cordjacke rausgehen konnte.

Das ist eine der Pumphosen, die ich im Sommer genäht habe. Zunächst dachte ich, dass das eher so nen Mädchending wäre. Die fleissigen Mütter, mit denen ich freitags nähe, machten reihenweise ganz entzückende Blümchenmodelle. Dann traute ich mich, eine (natürlich noch nicht fotografierte) Hose aus einem Fehlkaufstöffchen zu nähen, für die der Kleine, bzw. ich, nur Komplimente bekamen. Also folgte eine aus einem guten Stoff von Frau Tulpe.

Was ich allerdings nicht bedachte war, dass dieses Ding doch verdammte Ähnlichkeit mit einer Proll-Camouflage-Jogginghose hat. Da muß man dann aber wohl drüber stehen.

Schnitt: Minikrea
Stoff: Kokka Tram Braun/Blau
cooles Kind: unverkäuflich

Mist, schon wieder nach 11. Dabei hätte ich gerade Lust, noch ne Cordhose nach dem Schnitt zuzuschneiden. Aber ich weiß ja ohnehin noch nicht, wie ich die Taschen bei der Hose machen soll. Ich kann mich einfach nicht entscheiden.

Samstag, 16. Oktober 2010

Im Vergleich konservativ


Die bunten Sternchennickys von "Traumland" gehen mir nicht aus dem Sinn. Aber jetzt bin ich erstmal mit dem Kleinen ein paar Tage bei meinen Eltern - ohne Nähmaschine und ohne Stofflager. Eigentlich bescheuert, denn hier hätte ich Zeit zu nähen. Aber dafür habe ich mir den neuen Jonathan Franzen gegönnt, obwohl ich sonst für Hardcover zu geizig bin und wenn mir die Hand nicht abfällt, werde ich hoffentlich viel zum Lesen kommen.

Diesen Pulli haben wir im Gepäck. Und genau das meinte ich mit "buntschüchtern". Der Pulli ist niedlich, gewiss, aber doch auch ein bißchen brav.

By the way. Habe ich vergessen, bei Imke was an den Ärmeln abzupausen? Hatte ich nicht Inkeshirts gesehen, bei denen auch die Ärmel untenrum (eines meiner Lieblingswörter im Zusammenhang mit freimachen) noch nen Einsatz mit der Kontrastfarbe?

Nicky-Stoff und Bündchen von der Glücksmarie
Schnitt: Imke aus dem Farbenmix-Buch

Surfen ist gefährlich

Ohgottohgott, ich sollte nachts nicht mehr surfen. Sonst fange ich gleich an, noch so nen ganz superbunten Pulli für den Kleinen zu nähen wie hier gesehen. Ich bin, glaube ich, noch viel zu schüchtern, was das Kombinieren von Farben und Mustern angeht. Ich hätte mich das nie getraut und es sieht sooo toll aus... Nein, nein, ab ins Bett!



Shirt und Bild nicht von mir sondern von Traumland

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Fotos zur gepimpten Jacke


IMG_5854, ursprünglich hochgeladen von Liebchen-Hamburg


IMG_5857, ursprünglich hochgeladen von Liebchen-Hamburg

Puuuhhhh. Der Kleine findet die "Pilotenjacke" gut. Bin gespannt auf Reaktionen hier und aufm Spielplatz. In echt sieht es allerdings noch viel bunter aus, als aufm Foto.


Jacke vom Flohmarkt
Applikationen von Hand nach Bildern abgemalt
Webbänder mit Flugzeugen und Hubschraubern von Kleinkariert
Reflektorband von Frau Tulpe

Dienstag, 12. Oktober 2010

Bunt oder weniger?

Als ich das Farbenmix-Buch anschaute, war ich erstmal platt. So viel und so bunt. Ne Nummer zu bunt für mich - wenn auch als Jungsmutter ein wenig traurig, weil ja doch auch "zwangsweise" nicht so bunt. Jetzt lese ich allerdings schon seit mehreren Monaten Abend für Abend durch die Blogs und gewöhne mich zusehends an das Bunte. Also meinte ich, eine olivgrüne Winterjacke vom Flohmarkt für den Jungen pimpen zu müssen.

Die abgeriebene Stelle an der Schulter gab den Ausschlag. Reflektorstoff fand ich nur in orange, also orange. Aber die Vorliebe des Kleinen für Flugzeuge und Hubschrauber wird nur auf blauem Band befriedigt. Also noch Hell- und Dunkelblau dazu. Unistoff hatte ich nur in Dunkelblau und Türkis und da ich die Kombination Dunkelblau-Orange hasse, also noch Türkis. Wieso eigentlich nicht türkis, schließlich wir die Arthur-Mütze, die ich gerade häkele ja auch Türkis/Oliv.

Tja und jetzt hängt das Ding aufm Balkon und ich bin nicht sicher, wie ich es finde. Dem Jungen wird es noch vorenthalten, weil es noch zu warm ist. Es wird sonst schwierig für ihn, zu verstehen, warum er sie noch nicht anziehen darf - falls sie ihm gefällt. Aber Liebe steckt schon drin in dem hässlichen Liebchen.  Nen ganzen langen Abend war ich dran beschäftigt.

Foto folgt.

Donnerstag, 23. September 2010

Hui, er wird groß

Heute wollte der Kleine zum ersten Mal nicht das anziehen, was ich gerade anziehen wollte. In den letzten Tagen stand er auf Zwerge und Zwergenlieder. Also pimpte Mama ein T-Shirt im Velourszwergen. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin. Und dann das.

"Nein, das T-Shirt mag ich nicht. Keine Swerge!"
"Oh... T-Shirt muß aber sein. Welches T-Shirt möchtest du denn anziehen"
"Häschen-T-Shirt"
"Ok...lass mal schaun, ok, dann ziehst du die braune Hose dazu an..."
"Nein, will ich nich. Braune Hose mag ich nich. Nur Straßenbahn-Hose"

Nun diese zwei Liebchen hätte ich nicht unbedingt kombiniert, aber eigentlich war es gar nicht so schlecht.

"Nich die blaue Mütze. Mag ich nich. Müllmannmütze suchen."

Ok. Also noch die orangene Mütze dazu. Auch das hätte ich nicht gewählt - Aber stolz war, ich, dass der Kleine zum ersten Mal von Kopf bis Fuß in Liebchen gehüllt war. Und das auch noch freiwillig. Und ich doofe Kuh hatte mal wieder keinen Fotoapparat dabei!

Montag, 20. September 2010

So fing alles an


Latzhose Ursel1, ursprünglich hochgeladen von Liebchen-Hamburg (das eine Bein ist umgekrempelt, s.u.)

Ich wollte einen Wochenendworkshop. Egal was. Hauptsache mal raus. Ich hatte keine Ahnung, worauf ich Lust hatte. Und keine Lust, mir Gedanken zu machen. Also meldete ich mich bei einem Nähkurs der Elternschule an. Zwei Freundinnen fanden es dort gut. Die Elternschule besuche ich sowieso mehrmals die Woche. Also war es ganz einfach, sich dort anzumelden. Mitte Februar diesen Jahres war es. Eigentlich noch gar nicht soo lange her. Niemals hätte ich gedacht, was sich daraus entwickeln würde!


Eigentlich wollte ich ja was für mich machen. Also Zeit für mich. Ich entschied mich trotzdem, etwas für den Kleinen zu nähen. Schließlich wollte ich bei Frau Tulpe kaufen. Es juckte mich ja schon seit dem ich den Laden (in Berlin) kannte, dort irgendwas, was auch immer, zu kaufen. Also ging ich ungefähr 3 x in den Laden, bis ich mich entschieden hatte. Zunächst war eine Nickyweste geplant - die zwar zugeschnitten, aber immer noch nicht genäht ist. Dann entdeckte ich das Schnittmuster für die Latzhose Ursel.

Der erste Frust war ein falsch zugeschnittenes Bein. Mist, hätte doch im Bruch zuschneiden sollen. Das Gute, an derartigen Fehlern ist aber, dass man sie selten wiederholt. Glücklicherweise hatte ich genügend Stoff, um das Bein noch mal zuzuschneiden. Und dann gings los. Unsere Nählehrerin war ziemlich streng. Sie rügte mich gleich für unordentliches Zuschneiden. Also machte ich alles noch mal sorgfältig mit kleinerer Nahtzugabe und arbeitete fortan sauber und genau.... und war erstaunt, dass dieses sorgfältige Arbeiten sogar richtig Spaß machte.

Das Ergebnis, die fertige Latzhose war einfach wunderschön. Ich war soooo stolz.

Und dann probierte der Kleine sie an und sagte von Anfang an "nein". Er mag sie einfach nicht. Erst dachte ich, es läge daran, dass sie zu lang ist. Selbst, wenn ich das Hosenbein umschlage und festnähe, ist es wohl komisch dieses ausgestellte Bein, diese fiesen dicken Stoffwülste an den Beinen zu haben. Es bleibt mir also nichts übrig, als abzuwarten, bis er in die Hose hineingewachsen ist und das Bein "lang" getragen werden kann. Sonderlich optimistisch bin ich allerdings nicht, denn andere Latzhosen mag er auch nicht. Ich werde ihn den Winter über versuchen, mit einer Cord-Latzhose abzuhärten und hoffe auf den nächsten Frühling mit längeren Beinen.

Danach gab es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: aufgeben und das Nähen Nähen sein lassen oder eben weitermachen.

Der Versuch machte klug. Fortan erzählte ich ihm nicht mehr, dass etwas selbst gemacht ist. Es juckt mich zwar immer in den Fingern, weil ich so stolz auf mein Liebchen bin, aber je mehr Bohai ich mache, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er es ablehnt. Mittlerweile weiß er zwar, was nähen ist und bekommt oft mit, dass ich etwas mache, aber ich bin immer noch zurückhaltend, denn Ablehnung von Liebchen ist wirklich doof.

Nachwuchs


Elefanten, ursprünglich hochgeladen von Liebchen-Hamburg


"Oooh, Kleiner Elefant!"
Das waren die Worte, mit denen ich am Samstag morgen geweckt wurde und auf die ich mich schon seit Tagen gefreut hatte.

Den großen Elefanten hat der Kleine schon seit kurz nach Ostern, nachdem das Freebook erschien. Er liebt ihn, nutzt ihn als Kissen und als Freund. Da der Kleine nun bald in die Kita kommt, dachte ich, ein "Schmuse-Tier-To-go" wäre eine gute Idee. Also habe ich das Schnittmuster einfach mit 50% ausgedruckt und den Elefanten noch (2x pssst, muß der Sohn ja nicht wissen. Falls er mal abhanden kommt) genäht.

Wir hatten schon Tage vorher davon gesprochen, ob der große "Elmar" wohl ein Baby bekommt. Mein Sohn war damit einverstanden. Also machte ich das Baby und schmuggelte den "Mini-Elmar" nachts in sein Bett. "Elmar", weil er sein Elmar-Buch so liebt - und na klar, kann ein bunter Elefant nur Elmar heißen. Ist doch logisch.

Bisher war er kein Schmusetierschlepper. Bin gespannt, ob sich das ändert. Aber er liebt ihn schon jetzt. Schließlich kann der kleine Elefant viel besser fliegen als der Große. Jungs!

Beim Mini-Elmar habe ich übrigens die Markierungen für die Ohren auf den Stoff übertragen. Schon hilfreich, damit die Ohren nicht so komisch am Elefanten baumeln....



Schnitt: Elefantös Farbenmix kostenlos

Aarrrgss Jersey


T-Shirt Eulen, ursprünglich hochgeladen von Liebchen-Hamburg
Mein erstes T-Shirt. Ich habe extra auf die Uhr geschaut: Ohne Zuschneiden 1 Stunde 20 Minuten. Und wenn man genau hinschaut... nun ja: ziemlich stümperhaft.

Da lese ich in Blogs immer wieder so Sachen wie "die Sommergarderobe muß her, also habe ich eben mal schnell 5 Shirts genäht" und sieht diese wunderbaren Mix-T-Shirts und will auch. Dabei habe ich doch zwei Mantras, Mantren oder wie immer man das nennt. 1. Applikationen kann man schnell und einfach auf Uni-Shirts machen, wozu also welche nähen und 2. Denk dran, Jersey kann so gemein sein. Aber ich mußte es ja probieren. Und natürlich habe ich nicht nur einen Jersey gekauft, sondern als vollkommen durchgeknallte Stoffsüchtige natürlich diverse. Aber wer kann bei kleinkariert oder bei Stoff und Stilvor Ort schon den Geldbeutel zusammenhalten?

Gut, ein Teil der Schwierigkeiten resultierte daraus, dass ich ein wirklich schlimmes 500 m Garnröllchen mit einer Kerbe an falscher Stelle habe. Natürlich verhakt sich der Faden darin immer wieder. Was das bedeutet kann man sich leicht vorstellen. Unvorteilhafte Raffungen. Natürlich immer an Stellen, die genau da sind, wo man hinschaut. Aber es waren auch die zwei verschiedenen Jerseys. Der Bedruckte fühlt sich zwar nicht so schön an, wie der Gewebte, aber er vernähte sich besser. War das ein Gerolle bei dem Ringel!

Und dann weiß ich immer noch nicht, wie man gescheit ein Bündchen aus Jersey annäht. Mit welchem Stich und wie man überhaupt nen Saum macht. Das Halsbündchen sieht aus wie ein Rüschenkleid und die Ärmel haben "dekorative" Schlingen und Falten. Das untere Bündchen nähte ich dann einfach im Zickzack an, weil ich fertig werden wollte und sich eine genervte Migräne über der rechten Augenbraue anschlicht. Vielleicht war das ja "die" Lösung. Es sieht zumindest besser aus als am Ärmel. Glücklicherweise hat der Kleine kurze Arme. Morgen wirds anprobiert und ggf. die Ärmel einfach abgeschnitten und nochmal mit Zickzack gesäumt. Mich und das Shirt gerettet, hatte schließlich die Filmmusik von "Herr der Gezeiten" auf Klassikradio. Da atmete ich mal tief durch und vollendete das Ding schließlich doch, was ich zwischendurch ein paar Mal fast in die Ecke gefeuert hätte.

Apropos. Es wird keine Fotos vom Kind hier geben. Höchstens mal von weitem. Ich bin irgendwie allergisch gegen Kinderfotos im Netz, auch wenn ich mir sehr gerne die Nähwerke der anderen am Kind anschaue. Jedesmal denke ich, dass das Internet nix vergisst und dass man gar nicht so genau weiß, ob man später Kinderfotos von sich finden will. Also wenn ich endlich mal Fotos mache, dann eher "liegende Liebchen".

Und natürlich: es ist trotz Allem ein Liebchen geworden.

Schnitt: Imke aus dem Farbenmix-Buch
Stoff: Stoff und Stil